„Sehhilfe“ für massenspektrometrische Bildgebung

Weiterentwicklung
lz
Speziell angefertigte Laser-Quelle für bildgebende Massenspektrometrie
Speziell angefertigte Laser-Quelle für bildgebende Massenspektrometrie: Mit Hilfe des verbesserten LAESI-Verfahrens kann nun auch die Oberfläche dieses zerklüfteten Wirsingblatts analysiert werden. Benjamin Bartels/Max-Planck-Institut für chemische Ökologie
Newsletter­anmeldung

Bleiben Sie auf dem Laufenden. Der MT-Dialog-Newsletter informiert Sie jede Woche kostenfrei über die wichtigsten Branchen-News, aktuelle Themen und die neusten Stellenangebote.


* Pflichtfeld

Forscher am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena haben ein massenspektrometrisches Verfahren weiterentwickelt, mit dem nun auch die Verteilung von Molekülen auf welligen, haarigen, bauchigen oder zerklüfteten Proben sichtbar gemacht werden kann.

Die Analyse von biologischen Gewebeproben mit unebenen Oberflächen stellte bislang ein großes Problem dar. Forscher am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena haben ein massenspektrometrisches Verfahren weiterentwickelt, mit dem nun auch die Verteilung von Molekülen auf welligen, haarigen, bauchigen oder zerklüfteten Proben sichtbar gemacht werden kann. Die Quelle für das Laser-basierte Verfahren wurde speziell angefertigt, um den Höhenunterschieden unebener Proben gerecht zu werden. Mit Hilfe eines Entfernungs-Sensors wird ein Höhenprofil der Oberfläche vor der eigentlichen chemischen Bildgebung aufgezeichnet. Das verbesserte Verfahren eröffnet neue Perspektiven, um ökologische Fragestellungen zu beantworten.

LAESI angepasst

Mit der Methode der Laser-Ablations-Elektrospray-Ionisierung (LAESI), einem massenspektrometrischen bildgebenden Verfahren, ist es möglich, die Verteilung verschiedener chemischer Verbindung in einer biologischen Probe sichtbar zu machen. Dabei wird mit Hilfe einer Lasers ein winziger Teil der Probe durch lokale Erhitzung entfernt: Irgendwann platzt der angestrahlte Teil der Probe auf und etwas Dampf entweicht. Die dabei gebildete Dampfwolke wird anschließend durch einen elektrisch aufgeladenen Nebel ionisiert, sodass die im Dampf enthaltenen Substanzen vom Massenspektrometer aufgespürt werden können. „Die räumlich eingegrenzte Laser-Sondierung ermöglicht es, die chemischen Informationen so zusammenzutragen, dass ein Gesamtbild entsteht, ähnlich wie auch Fotos aus einzelnen Pixeln zusammengesetzt sind,“ beschreibt Studienleiter Aleš Svatoš die technischen Grundlagen des Verfahrens.

Verteilung ist oft von großer Bedeutung

Die Lösungen finden Sie hier

Artikel teilen

Online-Angebot der MT im Dialog

Um das Online-Angebot der MT im Dialog uneingeschränkt nutzen zu können, müssen Sie sich einmalig mit Ihrer DVTA-Mitglieds- oder Abonnentennummer registrieren.

Stellen- und Rubrikenmarkt

Möchten Sie eine Anzeige in der MT im Dialog schalten?

Stellenmarkt
Industrieanzeige