Mehr Künstliche Intelligenz in der Radiologie

KI-Projekt
mg
Künstliche Intelligenz Radiologie
© lucadp/stock.adobe.com
Newsletter­anmeldung

Bleiben Sie auf dem Laufenden. Der MT-Dialog-Newsletter informiert Sie jede Woche kostenfrei über die wichtigsten Branchen-News, aktuelle Themen und die neusten Stellenangebote.


* Pflichtfeld

Künstliche Intelligenz ist vor allem in der Radiologie schon im Alltag angekommen. KI kann Bilder auswerten und erste Einschätzungen geben. Ein Projekt soll nun dabei helfen, dass KI noch weiter im radiologischen Alltag integriert wird.

Gemeinsam mit der Dedalus Healthcare GmbH startet die Klinik für Diagnostische und Inteventionelle Radiologie des Universitätsklinikums Freiburg ein dreijähriges Projekt, um Künstliche Intelligenz noch stärker in den Alltag zu integrieren. Die Radiologie ist bereits jetzt der medizinische Bereich, der den höchsten Digitalisierungsgrad aufweist und in dem KI am stärksten vertreten ist. Schon heute zeigen diverse Studien den Nutzen von KI, zum Beispiel im Deutschen Mammografie-Screeningprogramm. Doch um KI noch weiter integrieren zu können, müssen Abläufe und Befunde noch klarer strukturiert und automatisiert werden.

Strukturierte Befundung

Als ersten Schritt soll die Befundung strukturierter werden. So können Daten standardisiert erfasst werden, um sie besser für medizinische und auch wissenschaftliche Zwecke nutzen zu können. Die Firma Dedalus hat hierfür ein Modul entwickelt, dessen Funktionen im Radiologiealltag evaluiert und weiterentwickelt werden sollen, um die Qualität der Befundung zu steigern und eine datengetriebene Medizin zu fördern. Damit kann der hohe Datenfluss in der Radiologie besser bewältigt und auch gezielter für Forschung und Diagnostik eingesetzt werden. 

KI im Alltag

Der zweite zentrale Punkt des Projekts ist die stärkere Integration von KI in den Alltag der Radiologie. Bis dato müssen Ergebnisse der KI manuell weiterverarbeitet werden – das kostet Zeit. Ziel ist es, KI-Ergebnisse direkt im Bilddatensystem anzuzeigen, sodass sie interaktiv von Anwenderinnen und Anwendern genutzt werden können. Um Arbeitsabläufe zu optimieren sollen Ergebnisse automatisch in Befundvorlagen einfließen. 

Zudem soll innerhalb des Projekts die Funktion entwickelt werden, Befunde zu priorisieren, damit kritische Fälle schneller bearbeitet werden. Bereits im ersten Jahr sollen merkbare Verbesserungen sichtbar werden, sowohl für Radiologinnen, Radiologen und MTR als auch Patientinnen und Patienten. Auf lange Sicht soll der feste Einsatz von KI und die strukturierte Befundung etabliert werden.

Quelle: Universitätsklinikum Freiburg

Artikel teilen

Online-Angebot der MT im Dialog

Um das Online-Angebot der MT im Dialog uneingeschränkt nutzen zu können, müssen Sie sich einmalig mit Ihrer DVTA-Mitglieds- oder Abonnentennummer registrieren.

Stellen- und Rubrikenmarkt

Möchten Sie eine Anzeige in der MT im Dialog schalten?

Stellenmarkt
Industrieanzeige